„Alte und behinderte Menschen sind wie Museen: Nicht auf die Fassade kommt es an, sondern auf die Schätze des Inneren“
Jeanne Morau
| Offene Arbeit im Behinderten-Treffpunkt verbindet Elemente der Bildungs-und Kulturarbeit, aber auch der Sozialpädagogik mit Beratung und Informations- und Unterstützungsarbeit zur Bewältigung des Alter(n)s und des Alltags. Die offene Behindertenarbeit des Treffpunktes ist eine Form der sinnvollen Beschäftigung und der eigeninitiativen Gestaltung der vermehrt zur Verfügung stehenden Freizeit. Ferner soll sie die Möglichkeit bieten, neue Kontakte zu finden und kommunikatives Verhalten zu fördern.
Richtschnur bei der Realisierung des Treffpunktes sind die Wünsche der behinderten Menschen. Im Mittelpunkt steht daher das Bestreben, die Selbständigkeit, die Kompetenz und die Selbsthilfefähigkeit (Hilfe zur Selbsthilfe) der Behinderten und Älteren zu erhalten und zu stärken. Ziel ist die Integration, das Miteinander ebenso wie das Füreinander beider Gruppen. Die Treffpunktarbeit soll in erster Linie dazu beigetragen, die Isolation behinderter Menschen zu verhindern und aufzuheben. Der Zielsetzung entsprechend wird versucht, durch geeignete Angebote, Aktivitäten und soziale Kontakte behinderter Menschen zu fördern und aufzubauen. |
Wesentlich für den Charakter des Treffpunktes ist das Prinzip der Kostenfreiheit. Der Treffpunkt möchte keine Angebote machen, die bezahlt und schließlich nur konsumiert werden. Schwerpunkt soll das Miteinander und Füreinander sein, die Gegenseitigkeit. Viele Ehrenamtliche stellen ihre Zeit und ihre Erfahrungen zur Verfügung, indem sie Angebote in den Treffpunkt einbringen, die die Besucher wiederum kostenlos nutzen können. Durch den Verzicht auf Eintritt kann ein anderes Miteinander, eine andere Atmosphäre entstehen als in einem Zentrum mit Eintrittsgeldern. Die Besucher treten sich nicht als Erbringer- und NutzerInnen der Leistungen gegenüber, sondern als gleichberechtigte Menschen in einer Begegnungsstätte, an der eine neue Kultur des Miteinanders gestaltet werden soll. Kosten entstehen nur bei gesonderten Veranstaltungen wie z.B. Schwimmbadbesuchen, Ausflügen oder Kino- bzw. Theaterbesuchen oder Seminarveranstaltungen.
So verschieden die Besucher im einzelnen sind, haben sie doch alle das gleiche Ziel: aktive Teilnahme im Leben! Daher versucht der Treffpunkt, getreu dem Motto: "Wer rastet, der rostet", für alle Besuchergruppen für Geist und Körper ein ansprechendes, attraktives Angebot bereitzuhalten.
Der DRK Behindertentreff findet immer dienstags und donnerstags in der Zeit von 16:00 - 19:00 Uhr im DRK Haus in der Wittekindstraße statt.
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